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Folge 04609. Februar 20266 Min.

Diese Zielgruppe zahlt Premium: Anspruchsvoll, direkt, loyal und krass vernetzt

Warum LGBTQ+ Kunden für Premium-Angebote zahlen, aber keinen Standard akzeptieren – und wie Du diese kaufkräftige Zielgruppe für Dein Business gewinnst.

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Cover des Podcasts „psychologie, die verkauft" von Matthias Bullmahn

Sie wollen Premiumangebote, sie wollen nicht Standard von der Stange.

Shownotes

Darum geht's

Diese Zielgruppe zahlt Premium, aber sie verzeiht keinen Standard. Matthias gibt in dieser Folge einen ehrlichen Praxis-Check zu einer oft übersehenen, aber kaufkräftigen Zielgruppe: homosexuelle Männer. Basierend auf der Studie „LSBTIQ als Wirtschaftsfaktor für Köln" der Stadt Köln und eigenen Erfahrungen aus Gastronomie, Kultur und Business zeigt er, warum diese Zielgruppe im Schnitt zwar nicht mehr verdient, aber trotzdem bereit ist, für echte Premium-Qualität mehr zu zahlen – vorausgesetzt, das Angebot und die Ansprache stimmen wirklich.

Das nimmst du mit

  • Premium-Mythos entlarvt – „Mehr Geld ausgeben" stimmt pauschal nicht, die Premium-Bereitschaft ist trotzdem real.
  • Trigger verstehen – Was Premium-Bereitschaft wirklich auslöst: Qualität, Kultur, Status-Signale.
  • Standard verliert sofort – Warum 08/15-Angebote bei dieser Zielgruppe keine Chance haben.
  • Erwartungshaltung im Verkauf – Welche Ansprüche im Gespräch den Unterschied machen.
  • Community als Umsatzhebel – Wie Weiterempfehlung unter zufriedenen Kunden zusätzlichen Umsatz bringt.

Kapitelübersicht

  • 00:00 – Einführung in die Zielgruppe
  • 02:20 – Die Premium-Bereitschaft der Zielgruppe
  • 04:45 – Ansprüche und Erwartungen der Zielgruppe

Transkript der Folge

Automatisch transkribiert und redaktionell überarbeitet. Kann vom gesprochenen Wort abweichen.

Mit dieser Zielgruppe kannst du richtig Umsatz machen. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von „Psychologie, die verkauft" mit mir, Matthias Bullmahn. Und heute geht es um eine sehr spezielle Zielgruppe, mit der du, wenn du es richtig machst, richtig Geld machen kannst. Ich habe mit dieser Zielgruppe viel zu tun gehabt, in verschiedenen Jobs, in verschiedenen Szenarien meines Lebens. Und als ich dann älter wurde, habe ich gemerkt, dass diese Zielgruppe sehr viel bereiter ist, in Premium- und hochwertige Produkte zu investieren als andere Menschen.
Zum Beispiel hat eine Freundin von mir früher mal bei einem Rechtsanwalt gearbeitet, und der gehörte zu dieser Zielgruppe. Und daran habe ich gesehen, wie viel Geld die in Kunst, in Reisen, in Kultur ausgegeben haben und dort auch ein gefühlt höheres Interesse haben. Und dann habe ich mir gedacht, darüber mache ich doch mal eine Podcastfolge über diese Zielgruppe. Jetzt habe ich natürlich nicht 500.000 verschiedene Studien gelesen, aber ich habe mir mal einen Querschnitt angeguckt, weil ich dachte mir, irgendwann habe ich doch mal eine Studie darüber gelesen. Und dann bin ich auf die Stadt Köln gekommen, die eben mal für diese Zielgruppe eine Studie erstellt hat.
Und zwar war das noch unter Frau Reker. Diese Studie heißt „LSBTIQ als Wirtschaftsfaktor für Köln", und es geht hier um homosexuelle Männer. Und davon kenne ich nicht wenige, und ich weiß, dass diese Zielgruppe erstens sehr premiumbewusst ist und zweitens dort auch gerne den ein oder anderen Euro mehr ausgibt. Und deswegen lohnt es sich, genau diese Zielgruppe auch innerhalb deiner Zielgruppe ins Visier zu nehmen, wenn du gerade eben auch Premiumprodukte hast. Und ich habe mir, wie gesagt, mal die Studie aus Köln angeguckt, und da heißt es eben auch sehr klar, dass diese Zielgruppe viel mehr Interesse hat an Reisen, Kultur etc.
Und dort eben auch ein bisschen mehr Geld investiert. Die pauschale Aussage „homosexuelle Männer geben mehr Geld aus" ist übrigens falsch, denn es gibt eben auch einen großen Gap in diesem Bereich beim Gehalt, und der liegt, je nachdem welcher Studie man glaubt, irgendwas zwischen 5 und 15 Prozent. Das heißt, eigentlich hat diese Zielgruppe eben weniger Geld. Jetzt ist es allerdings so, dass viele in dieser Zielgruppe eben nicht Eltern werden.
Das heißt, dementsprechend haben sie auch keine Kinder zu versorgen. Es gibt da natürlich Möglichkeiten, und einige machen das ja auch, kenne ich auch welche von. Viele aber nicht, oder ich behaupte jetzt mal: die meisten nicht. Das bedeutet also, sie haben zwar teilweise weniger Geld, können das aber ganz anders ausgeben. Das heißt, diese Zielgruppe ist bereit, Premium zu zahlen und dementsprechend auch etwas mehr zu zahlen.
Aber sie wollen Premiumangebote, sie wollen nicht Standard von der Stange. Das ist extrem wichtig. Ich habe viel in der Animation und auch in der Gastro in Köln viel mit dieser Zielgruppe zu tun gehabt. Und die sind halt in dem, was sie verlangen, sehr speziell – drücke ich es mal wertungsfrei aus.
Das heißt, sie wollen schon gepampert werden, in Anführungszeichen. Das heißt, sie wollen sehr individuell beraten werden, sie wollen individuell Premium beraten werden, sind aber – und das ist das Wichtige für dich – auch bereit, mehr Geld auszugeben. Und es kommt halt immer auch wieder auf den Kontext an. Wenn du zum Beispiel Maßschneider bist – wie zum Beispiel, glaube ich, in der Schweiz der Tom, der Maßschneider – wenn der also zum Beispiel im Bereich homosexuelle Männer unterwegs ist oder auf Modenschauen geht, wo diese Zielgruppe ist, dann hat er mit absoluter Sicherheit, mit seiner Qualität, die ich bei LinkedIn sehe, eine ganz hohe Chance, Männer für sein Produkt zu gewinnen und dementsprechend auch höhere Preise zu nehmen, weil sie sehr genau hinschauen. Die, die ich kenne, achten darauf, und das hat nichts mit dem Gehaltsband zu tun.
Ich kenne Homosexuelle, die 60.000 im Jahr verdienen, und ich kenne welche, die 6- und 7-stellig verdienen. Habe ich alle schon kennengelernt. Aber eins eint sie: Sie wollen Qualität, sie wollen Premium. Also schau dir doch mal an, ob du nicht mit deinem Produkt in diese Zielgruppe, in diesen Bereich reinstößt. Das kann nämlich auch für dich interessant sein, zum Beispiel wenn du Umsatzdellen hast oder wenn du auf dem gleichen Niveau bist – vielleicht lohnt es sich, in diese Zielgruppe einmal reinzugucken.
Ich sag dir allerdings eins vorab: Ich kenne die Zielgruppe. Sie sind sehr anspruchsvoll. Das musst du wollen. Und sie sagen dir sehr schnell und sehr ehrlich, was passt und was nicht passt. Wenn du sie allerdings als glückliche und zufriedene Kunden gewonnen hast, dann werden sie das in der Community weitertragen.
Und in der Community sind auch weitere homosexuelle Männer, die sehr, sehr, sehr gerne für Qualität Geld ausgeben. Eine 5-Minuten-Folge heute. Sag mir gerne, was du davon hältst. Ich bin mal gespannt, ob es einen Shitstorm gibt – ich habe da schon Ideen, wie so ein Shitstorm aussehen kann.
Aber es ist ja einfach so: Wenn ich sage, nimm dir Frauen um die 35, die kleine Kinder haben, die haben mehr Geld zur Verfügung, dann wird gesagt: kein Problem. Hier geht es jetzt um homosexuelle Männer. Premium, Premium, Premium.
Punkt. In dem Sinne, hab eine schöne Woche. Diese Folge kommt dann doch am 9. Februar pünktlich um 6 Uhr morgens raus. Ich wünsche dir eine geile Woche, eine krasse Woche.
Melde dich gerne, wenn du Fragen hast zum Thema Verhandeln, Thema Sales, Verkaufstrainings, Verkaufspsychologie. Da bin ich dein Ansprechpartner und freue mich auf deine Kontaktaufnahme. In dem Sinne, hab einen schönen Tag, hab eine schöne Woche. Tschüss, ciao und auf Wiederschauen.