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Folge 00802. Juni 20259 Min.

KI im Marketing: Des Kaisers neue Kleider

Warum KI-Content ohne Strategie wie jeder andere klingt – und wie du mit der ZKO-Formel und Motivkompass wirklich Umsatz machst.

MarketingVerkaufspsychologieStorytelling
Cover des Podcasts „psychologie, die verkauft" von Matthias Bullmahn

Hör auf mit Tools, fang an mit Strategie.

Shownotes

Darum geht's

Alle feiern KI, alle posten mit ChatGPT – und trotzdem klingt fast alles gleich, wie ein billiger Buzzword-Klon. Diese Folge entlarvt das Märchen, dass KI Positionierung ersetzt, und zeigt dir, wie KI mit Psychologie, Storytelling und Motivkompass wirklich Umsatz bringt.

Was du mitnimmst

  • Wie KI ohne Psychologie ins Leere läuft
  • Warum Storytelling deine größte Waffe bleibt
  • Der Motivkompass als Turbo für zielgenaue Prompts
  • Die ZKO-Formel – Ziel, Kontext, gewünschter Output
  • Wie du mit 90 Minuten Strategie bis zu 50 Content-Pieces rausholst

Kapitelübersicht

  • 00:00 – Warum KI-Content oft gleich klingt
  • 01:20 – Tom Triggers gescheiterter Prompt
  • 02:26 – Was wirklich fehlt: Psychologie und Storytelling
  • 03:40 – Die Lösung: Motivkompass, Markenstruktur, Storytelling
  • 04:00 – Die ZKO-Formel für starke Prompts
  • 04:49 – Aus einem Post wird eine ganze Content-Maschine
  • 07:12 – Umsetzung: erst Strategie, dann Tools

Transkript der Folge

Automatisch transkribiert und redaktionell überarbeitet. Kann vom gesprochenen Wort abweichen.

Du machst Content mit KI, geiles Ding. Warum der Gedankenstrich und viele Bildchen überhaupt nicht dein Problem sind. Content mit KI ist in aller Munde, gerade bei LinkedIn natürlich auch, mit all den Stilblüten, die wir da haben. Jetzt ist der Gedankenstrich das größte Problem, oder die vielen Emoticons, die kleinen Bildchen dabei – weil wir daran merken, dass der Content mit KI erstellt worden ist, und das ist ja böse, das wollen wir nicht. Die Frage ist ja: Was wollen wir denn wirklich nicht? Wir wollen doch nicht verarscht werden. Wir wollen grundsätzlich etwas kaufen und dabei auch entsprechend unterhalten werden. Denn Menschen kaufen von Menschen. Und meine KI unterstützt mich mit Gedanken und Ideen – natürlich habe ich auch diese Folge gedanklich mit der KI unterstützt entwickelt. Trotzdem sind die Dinge, die ich hier sage, eigene Erfahrungen und meine eigenen Tipps.
Fasziniert und halluziniert eben keiner. Und genauso wie alle anderen da draußen mit KI Content machen wollen, und der eine oder andere sich dabei ganz viel Zeit und Geld sparen will, will das jetzt auch Tom Trigger. Tom Trigger, du kennst ihn noch? Ich erkläre kurz nochmal, wer Tom Trigger ist: Tom Trigger ist der Mann, der ein Schnarchkissen verkaufen will, geh nochmal zurück in Folge zwei beziehungsweise drei, da spielt er eine Rolle. Und er hat jetzt gehört, da gibt es was mit KI, und er will ja Kosten sparen, aber ganz viel Content raushauen, denn er weiß: Content muss draußen sein, damit er gesehen, gehört und geliebt wird, und damit alle sein Schnarchkissen kaufen. Und er dachte sich: Geil, das mache ich mal. Also hat er sich eine KI geholt – es gibt ja mittlerweile relativ viele, nicht nur ChatGPT –, hat dafür auch ein bisschen Geld bezahlt, weil er hörte, wenn man Geld zahlt, hat man ein besseres Ergebnis. Und hat dann eingegeben: „Schreib mal einen Werbetext für ein ergonomisches Kopfkissen." Was kam raus? Der geilste Hook der Welt: „Mit meinem Kissen helfe ich dir, deinen Schlaf aufs nächste Level zu bringen." Und diejenigen, die meinen Podcast schon etwas länger hören und die Folge zu den drei Killerwörtern gehört haben – ich glaube, das war Folge eins –, wissen: Das mit dem „Helfen" ist schon so ein Ding.
Am Ende des Tages klang aber auch der Rest des Textes wie jeder andere Text. Er war austauschbar, keine Emotion, null Wirkung. Vielleicht mal ein Klick aus Mitleid, mehr war da aber auch nicht drin. Denn Tom dachte, KI ist seine Lösung – in Wahrheit fehlt ihm allerdings etwas ganz anderes. Und was war das? Richtig: Psychologie, die verkauft. Komisch, der Podcast heißt ja genauso. Und außerdem Storytelling – das ist so extrem wichtig, denn Facts tell, Stories sell. Hör dir gerne die ersten Folgen an, da werden die Grundlagen gelegt. Denn das grundsätzliche Problem ist doch: Jeder Zweite postet mit KI, keiner sticht heraus, es gibt keine wirkliche Strategie, keine wirklichen Trigger, die auf die Zielgruppe passen. Vielleicht passt es auf irgendjemanden, und manchmal gibt es auch einen Treffer, auch mit KI, aber nicht wirklich richtig. Und der größte Fehler ist der Buzzword-Overkill – und die Zielgruppe denkt sich: Ach geil, wieder so ein schöner KI-Klon, top gemacht.
Aber wir wollen natürlich immer lösungsorientiert denken. Und was ist hier die Lösung? Eigentlich sogar vier Dinge – fangen wir mal mit den ersten drei an: KI und Motivkompass für echte Zielgruppen-Power, die Zielgruppe verstehen. KI und Markenstruktur für die Wiedererkennung. Und dann KI mit Storytelling einsetzen – Emotionen statt Müll. Tom Trigger hat es dann auch verstanden: Er nutzte nicht einfach irgendeinen Prompt, sondern die sogenannte ZKO-Formel – Ziel, Kontext und gewünschter Output. Gleich krasse Wirkung, bäm bäm. Und sein Prompt – er war natürlich auch nett zu seiner KI.
Und was kam raus? Du kannst einmal in der Woche, mit maximal 90 Minuten, bis zu 50 Content-Pieces und mehr produzieren. Aus einem einzigen Post wurde eine ganze YouTube-Videoidee, daraus ein Podcast, daraus Reels, die du ebenfalls mit KI erstellen lassen kannst, Karussells, ein Newsletter für LinkedIn, für deinen Newsletter, Blogbeiträge. Also eine ganze Menge neuer Ideen und neuen Contents, den du aus einem Post, den du als YouTube-Video aufnimmst, generierst. Und das mache ich übrigens genauso – dieses hier ist ja ein YouTube-Video, das ich gleich auch als MP3 rausnehme. Das bedeutet, dass ich am kommenden Montag mit diesem YouTube-Video direkt auch eine neue Podcast-Folge habe. Dann habe ich ein Transkript, und aus diesem Transkript lasse ich mir Vorschläge geben, was ich daraus noch alles produzieren kann – ob Carousels, Reels, YouTube Shorts, TikTok lang, TikTok kurz. Du hast also eine ganze Menge Möglichkeiten, wenn du die KI vernünftig einsetzt. Du musst sie allerdings ganz am Anfang schon vernünftig füttern, und das dauert auch ein bisschen – ich habe selbst mehr als eine Woche gebraucht, bis meine KI gemerkt hat, wie ich ansprechen will, wie ich Lösungen präsentieren will, wie ich dahin komme, welche Wörter nicht reinkommen sollen und welche schon. Hör bitte auf mit Tools, fang an mit Strategie. Okay? Wenn du willst, dass die KI dir nicht nur Zeit spart, sondern auch Umsatz bringt. Ansonsten ist es ein seelenloses Ding, und das funktioniert nicht. Du verkaufst dich – Menschen kaufen von Menschen. Umsetzen kommt eben auch von Umsatz, oder andersrum: Umsatz kommt von Umsetzen.
Und was ich zum Beispiel auch mache – jetzt werde ich ein wenig werblich –, ich gebe auch online und offline Workshops, einen ganzen Tag lang, wie du mit Storytelling, Verkaufspsychologie und den richtigen Tools einmal in der Woche, maximal 90 Minuten, für ein kleines Video von bis zu zehn Minuten Zeit investierst, es aufnimmst und dann für die gesamte Woche deinen gesamten Content planst, automatisiert über ein Tool rausbringst und vor allem auch erstellst. Und wenn das für dich geil klingt, dann melde dich gerne bei mir. Ansonsten: Die ZKO-Formel – du musst der KI eben auch diesen Kontext geben, sonst funktioniert das Ganze nicht. Ich wünsche dir super viel Erfolg mit krassen neuen Posts, tag mich gerne, ich gebe dir auch gerne ein Feedback dazu, kein Problem, ich bin anders als die KI, ich bin auch ein Mensch.
Ach, eins noch: Nehmen wir an, du nutzt ChatGPT – dann lade ich dich ein, auch mal, wenn du Google Workspace hast, Gemini zu nutzen, oder von Microsoft Copilot, oder andere KIs, wo du dieses Ergebnis reingibst und sagst: „Hey, bei ChatGPT habe ich dieses Ergebnis bekommen, hast du noch Ideen, wie ich das verbessern kann?" Das mache ich auch – das heißt, ich lasse das Ergebnis einer KI von einer anderen KI überprüfen und mit neuen Ideen füttern. Auf dem Weg kommen mir selbst noch Ideen, die ich mit einbringe. KI ist für mich wie ein immer intelligenter werdender Assistent, der mich und meine Zielgruppe sehr gut kennt. Selbst meine SEO-Strategie unterfüttere ich mittlerweile, für die Zukunft, ich bin gerade im Aufbau, mit KI. Und wenn du das heute noch nicht machst, dann darfst du heute damit anfangen, und keine Angst davor haben – es ist nicht schwer, es tut nicht weh, aber es wird dir ganz viel Arbeit abnehmen und dich unterstützen. Macht es einfach.
In dem Sinne: Habt einen schönen Tag. Ich werde jetzt ins Wochenende gehen und werde diese Folge natürlich noch für Montagmorgen einplanen, damit du um sechs Uhr morgens wieder ein bisschen geilen Input für die Woche hast. Denn Umsatz kommt von Umsetzen. In dem Sinne: Habt einen schönen Tag, ein krasses Wochenende. Tschüss, ciao und auf Wiederschauen.