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Folge 00409. Mai 202535 Min.mit Dr. Thorsten Klein

Merz-Moment verhindern – mit Dr. Thorsten Klein

Psychologie trifft Politik: Wie Emotionen, einfache Sprache und interne Kommunikation über Karrieren entscheiden – mit Dr. Thorsten Klein.

KommunikationFührung
Cover des Podcasts „psychologie, die verkauft" von Matthias Bullmahn

Heute müssen wir mehr denn je Erklärbär sein.

Shownotes

Darum geht's

In dieser Folge trifft Psychologie auf Politik: Matthias Bullmahn und Dr. Thorsten Klein sprechen über den unterschätzten Einfluss von Emotionen, einfacher Sprache und interner Kommunikation im Machtspiel der Politik. Anlass ist die gescheiterte erste Kanzlerwahl von Friedrich Merz. Ein Deep Dive in strategische Kommunikation, Leadership und die Psychologie hinter politischem Erfolg.

Was du mitnimmst

  • Was beim Merz-Moment schieflief – und warum
  • Warum Klarheit in der Botschaft über Karrieren entscheidet, in Politik und Marketing
  • Wie du komplexe Themen so kommunizierst, dass Menschen zuhören und handeln
  • Der Küchenruf – wie man Komplexität in eine Schlagzeile packt
  • Warum interne Kommunikation heute wichtiger ist als externe

Über den Gast

Dr. Thorsten Klein ist Journalist und war unter anderem Regierungssprecher im Saarland unter mehreren Ministerpräsidentinnen. Heute begleitet er Unternehmen und Organisationen in Krisenkommunikation, interner Kommunikation und Personal Branding.

Kapitelübersicht

  • 00:00 – Einführung in die politische Kommunikation
  • 02:01 – Erfahrungen aus der politischen Praxis
  • 06:04 – Die menschliche Dimension in der Politik
  • 09:53 – Die Bedeutung von interner Kommunikation
  • 14:03 – Strategien für erfolgreiche Karriereplanung
  • 18:15 – Emotionen und Kommunikation
  • 22:05 – Resonanz und Verständnis in der Politik
  • 25:58 – Einfachheit in der Kommunikation
  • 29:56 – Ziele und Zielgruppen in der Kommunikation
  • 32:48 – Veranstaltungshinweis und Ausblick

Transkript der Folge

Automatisch transkribiert und redaktionell überarbeitet. Kann vom gesprochenen Wort abweichen.

Einen wunderschönen guten Nachmittag. Das ist Psychologie, die verkauft, mit mir, Matthias Bullmahn. Und wir haben hier heute ein extrem schnelles, wichtiges Live-Format, weil vor zwei Tagen wurde ja Friedrich Merz, der ewige Zweite – genau wie wir, Bayer Leverkusen – zur Meisterschaft gewählt, also zum Kanzler. Ich fühle ihn und die Situation. Und da habe ich mir jetzt meinen Experten geholt, weil ich denke, genau diese Dinge können wir verhindern oder zumindest abmildern. Und wie ihr das im Privatleben, im beruflichen Leben oder bei eurer NGO, in eurer freiberuflichen Sache ändern könnt, das bespreche ich heute mit einem richtig krassen Experten, nämlich mit Dr. Thorsten Klein. Hi Thorsten, schön, dass du Zeit hast.
Thorsten: Ja, viele liebe Grüße aus Saarbrücken. Ich freue mich, dass ich dabei sein darf.
Matthias: Ja, mega. Thorsten, erzähl doch mal kurz, wer bist du, wenn ja wie viele, wo kommst du her, und warum hast du heute gerade so viel Ahnung?
Thorsten: Wo fangen wir an? Spaß beiseite. Ich bin von Hause aus Journalist, eher im Sportjournalismus verhaftet, und immer noch Vorsitzender des Verbandes der Sportjournalisten im Saarland. Aber, und das ist viel wichtiger für unser Thema heute: Ich habe eine Vergangenheit. Ich war erst Mitarbeiter der Pressestelle eines Kultusministeriums, dann Pressesprecher in einem Sozialministerium, und dann war ich Regierungssprecher im Kabinett der damaligen Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer hier im Saarland. Ich habe verschiedene Konstellationen mitgemacht. Ich war dabei bei Jamaika, also einer CDU-geführten Landesregierung gemeinsam mit FDP und den Grünen. Dann war ich dabei, als wir diese Koalition aufgelöst haben. Dann war ich dabei, als die Verhandlungen über die Große Koalition gescheitert sind, und es ging in eine Neuwahl. Innerhalb von acht Wochen haben wir dann im Saarland neu verhandelt.
Matthias: Wow!
Thorsten: Dann ging es doch in eine große Koalition. Die wurde bei der SPD angeführt von Heiko Maas, den kennt man noch, der war später auch Außenminister. Und danach, in der zweiten großen Koalition, war die SPD-Chefin Anke Rehlinger, die kennen wir auch, weil sie aktuell Bundesratspräsidentin ist. Und in der Phase durfte ich als Regierungssprecher die Kommunikation der Landesregierung verantworten.
Matthias: Genial. Absolut genial. Das heißt, wir haben nicht nur beim Thema Kommunikation einen Experten hier, sondern vor allen Dingen für das Thema politische Kommunikation. Die CDU hat ja gar nicht geplant, dass so etwas passiert. Das sahen wir an den Gesichtern, der Mimik, der Gestik, und auch daran, dass sie erst mal ins Gesetz gucken mussten: Was können wir denn jetzt machen, wie sieht denn hier die Lage aus? Das war sicherlich nicht gespielt, da wurden sie überrascht. Und das passiert ja nicht selten. Ich glaube, der Letzte, dem das so ähnlich öffentlich passiert ist, war Heide Simonis. Bis heute weiß die Öffentlichkeit ja nicht, wer hier den Dolchstoß organisiert hat und sie dreimal als Ministerpräsidentin hat durchfallen lassen, sodass sie danach in eine große Koalition eingetreten sind. Was ist da dahinter passiert, Thorsten? Aus deiner Sicht, jahrzehntelange Politikerfahrung, Kommunikationserfahrung – was ist da passiert?
Thorsten: Das ist in der Tat eine gute Frage, die habe ich ja selbst mitgemacht. Heide Simonis ist in der Tat der prominenteste Fall in Deutschland. Aber auch bei der Wahl der damaligen Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer hier im Saarland im Jahre 2011 hatten wir eine ähnliche Situation wie jetzt auch Friedrich Merz im Bund: dass der erste Wahlgang schiefging. Die Situation damals war, dass eine Koalition aus CDU, FDP und den Grünen Annegret Kramp-Karrenbauer zur Ministerpräsidentin wählen sollte – das war der Wechsel von Peter Müller hin zu AKK, abgekürzt. Peter Müller, das wissen wir, wurde später Richter am Bundesverfassungsgericht. Und der erste Wahlgang ging schief. Ich erinnere mich noch ganz genau an jenen Mittwoch im August 2011 ...
Matthias: Hm?
Thorsten: ... wie er morgens im Fraktionszimmer im Landtag des Saarlandes zusammensaß mit allen drei Fraktionen, CDU, FDP und den Grünen. Und es gab eine Probeabstimmung. Alle Abgeordneten stimmten probeweise ab und gaben ihre Stimme ab: Wen würden Sie jetzt wählen? Und da gab es eine 100-zu-0-Abstimmung. Alle aus der Koalition hatten Annegret Kramp-Karrenbauer die Zustimmung signalisiert. Damit gingen wir dann in den Plenarsaal.
Matthias: Aber dann war es ja auch die falsche Fragestellung, die gestellt worden ist, Thorsten. Es wurde gefragt: Wen würden Sie jetzt wählen? Und von hier bis zum Plenarsaal gab es da wohl noch einige Überlegungen, mal so spaßig gesagt, ja?
Thorsten: Einverstanden, einverstanden. Ich würde mich jetzt nicht an zwei Wörtern festhalten wollen, das ist ja schon eine Weile her, die genaue Fragestellung kann ich nicht mehr einordnen. Aber: Wen würden Sie heute vielleicht wählen – und danach fehlten halt Stimmen, und der erste Wahlgang war gescheitert. Was ich aber sagen kann: Auf diese Situation ist man in der Politik vorbereitet. Das hat auch Lars Klingbeil in einem Interview dieser Tage gesagt: Wir hatten diesen Fall schon auf dem Schirm, wir wussten, was zu tun ist. Nur war nicht klar, in welcher Geschwindigkeit das passieren könnte – das war das, was hinter den Kulissen zu klären war. Ich will jetzt nicht so weit gehen und Politiker-Bashing betreiben, dass sie keinen Plan haben von dem, was dort passiert und zu tun ist. Und zumal wir auch eine gute Grundlage für unsere Demokratie haben – das Grundgesetz hält schon eine Weile, und das zu Recht. Das ist die beste Grundlage, die wir haben, auch ein Wertekompass, der uns in schwierigen Zeiten lenkt. Nur ist dann die Frage, wie sich das konkret … Ich glaube, das ist das, was draußen hängen blieb: Gott, was passiert dort, die haben keine Ahnung von dem, was sie tun. Doch, die hatten Ahnung von dem, was sie tun. Nur, wie schnell das alles passiert, das stand in den Sternen.
Matthias: Vor allen Dingen, weil sie für die GO-Änderung eine Zweidrittelmehrheit brauchen, und seit die Alternative für Deutschland ein paar mehr Punkte bekommen hat, als man ihr zugetraut hat, und die Linke natürlich noch mal aufgerockt ist, wurde das Ganze dann ein bisschen komplexer, sagen wir es mal so. Ich will jetzt gar nicht die Folgen innerhalb der CDU oder der SPD besprechen, das ist für unsere Hörerinnen und Zuschauer gar nicht so eklatant wichtig. Viel wichtiger ist ja: Was ist da eigentlich menschlich passiert? Warum springen Menschen ab, innerhalb von ein paar Minuten, einer halben Stunde, einer Stunde, bei einer Probeabstimmung bei euch im Saarland oder auch jetzt im Bundestag? Was passiert da? Werden da persönliche Animositäten ausgefochten, wo man sich denkt, den gönn ich mir jetzt, mein Freund, damit du ganz genau weißt, dass du in vier Jahren nicht unbedingt eine sichere Mehrheit hast, sondern sehr genau aufpassen musst? Oder was passiert da? Du kennst sicherlich den einen oder anderen aus deiner Vergangenheit, der so etwas mal mitgemacht hat – was sind die Beweggründe dabei?
Thorsten: Das ist ja das, was mich am meisten umtreibt, das habe ich dieser Tage auch schon so vertont: Ich halte das für eine Schande. Ja, okay, einverstanden, es ist ein demokratischer Vorgang, nicht jeder muss zwingend diesen Kandidaten wählen. Im Grundgesetz steht ja auch drin, die Abgeordneten sind ihrem Gewissen verpflichtet, nicht ihrer Partei und nicht ihrer Fraktion, sondern ausschließlich ihrem Gewissen. Und da frage ich mich in der Tat ...
Matthias: Absolut.
Thorsten: ... welches Gewissen haben diese 18, die nicht zugestimmt haben? Erstens: Wir befinden uns als Deutschland am Wanken. 2002 oder 2003 wurde Deutschland im Economist als der kranke Mann Europas beschrieben. Wir haben heute genau die gleiche Situation wieder. Und in dieser Situation Deutschland einen solchen Bärendienst zu erweisen, halte ich für unsäglich. Das ist das Erste. Das Zweite: Das Signal, das wir hier aussenden, ist – wir haben in Deutschland keine Stabilität. Welcher Investor erklärt sich denn in einer solchen Situation bereit, in den Standort Deutschland zu investieren? Ich halte es für unsäglich, dieses Signal auszusenden. Und das Dritte: Das ist alles Wasser auf die Mühlen der Extreme. Und ich will dabei explizit nicht ausschließlich von den Rechtsextremen reden, sondern auch von den Linksextremen – da gab es ja dieser Tage den Aufruf, den Kapitalismus zu stürzen. Man muss sich fragen, was das eigentlich ist. Vielleicht müssen wir das GmbH-Gesetz ändern, weil dort steht drin, man muss Geld verdienen, damit die Gesellschaft überhaupt leben kann. Und wenn wir darüber reden, wer das Rückgrat Deutschlands ist – natürlich die Wirtschaft, natürlich der Mittelstand, und möglicherweise auch Kapitalisten. Auch das halte ich für unsäglich, die Ränder mit einer solchen Wahlentscheidung weiter zu stärken. Das ist das, was mich am meisten umtreibt – das Signal, das von diesem Tag in die Welt ausging, ist für mich unfassbar.
Matthias: Und wie viel Wut müssen da Leute gehabt haben, oder haben sich aufstacheln lassen? Ich bin immer ein großer Fan davon zu sagen: Wir sind unserem Gewissen verpflichtet, und einen Denkzettel mitzugeben, ist auch vollkommen in Ordnung. Dann hätte man Merz vielleicht beim ersten Mal durchfallen lassen und ihm intern gesagt: Mein Freund, das ist jetzt eine Sache unter uns, aber das machen wir jetzt nicht an der großen Glocke im Bundestag. Aber wie das jetzt gelaufen ist, fand ich bemerkenswert. Und ich habe mir gedacht: Wie guckt die Welt gerade auf uns? Die kriegen ja noch nicht mal ihre eigene Wahl geregelt und eigentlich sichere Mehrheiten organisiert. Ich finde das schwierig.
Thorsten: Das Schwierige ist ja, wir wissen nicht, wer diese Abweichler waren, und das werden wir auch nie herausfinden. Das kenne ich auch aus eigener Erfahrung: Es sind jetzt 14 Jahre vergangen seit jenem verlorenen ersten Wahlgang hier im Saarland, und bis heute ist unklar, wer die drei waren, die nicht für diese Kandidatin gestimmt haben. Das werden wir auch im Bund nie erfahren.
Matthias: Ja.
Thorsten: Sie sind unter uns, die mit irgendetwas nicht zufrieden sind. Wir wissen auch nicht, kommen die aus der CDU, aus der CSU oder aus der SPD.
Matthias: Wir wissen auch nicht, vielleicht sind es ja auch mehr, die anders gestimmt haben, als sie vorher angekündigt hatten – du siehst ja schon, es geht hier nicht um fünf, sechs Leute. Selbst wir fragen uns: Was ist da los, wer ist das? Ich will nicht sagen „auf Linie“ – ich habe ja lange genug Hochschulpolitik gemacht, und wenn irgendjemand sagt, wir müssen die auf Linie bringen, dann finde ich das nicht so geil. Also: Einigung erzielen und nach vorne gehen, ja, aber auf Linie bringen, das ist jetzt nicht ganz so mein Sprachduktus, aber es kommt aufs Selbe hinaus. Und das finde ich schwierig. Jetzt aber die Frage: Jeder von uns wird ja irgendwann mal gewählt, ob wir jetzt zum Klassensprecher gewählt werden wollen oder später, wo wir uns gemeinnützig engagieren oder auch in der Politik oder im Beruf, wo wir was erreichen wollen, wo wir also irgendwo Mehrheiten organisieren müssen – das muss ja nichts Großes, Politisches sein, das kann auch sein, dass ich eine Idee habe für den Einsatz eines neuen Tools und mir jetzt Mehrheiten besorgen muss. Wie kann ich denn dafür sorgen, dass mir so etwas nicht passiert? Weil da gehen ja auch ganze Karrieren kaputt. Ich habe das ja in meiner Zeit bei Accenture erlebt, dass einige Leute auf einmal von links hinten umgenietet worden sind, wo jeder sagte, das hat aber keiner kommen sehen. Doch, wenn du dich mal mit ein paar Personen in der Raucherecke unterhalten hättest, dann wusstest du, dass hier was in der Luft ist. Und das war nicht nur Zigarettenrauch.
Thorsten: Ja, aber da gibt es ein ganz gutes Modell, das ist uralt: das Eisberg-Modell, es beschreibt, wie der Mensch funktioniert – 20 Prozent rational, 80 Prozent emotional. In meinem Tagesjob begleite ich Unternehmen und Organisationen in Sachen Krisenkommunikation, interner Kommunikation und auch Personal Branding, also wie aus einem Menschen eine Marke wird. Und bei allen Themen, die ich in Unternehmen entdecke – das lässt sich relativ einfach auf die Politik übertragen – stellen wir fest: Wenn diese Beziehungsebene gestört ist, kann ich rational erklären, was ich will, ich werde nicht durchkommen. Das bedeutet für den jetzigen Kanzler – zum Glück haben wir endlich mal wieder einen, ich habe drei, vier Jahre darauf gewartet –, dass er jetzt genau diese Beziehungsebene herstellen muss. Das weiß ich noch aus meiner eigenen Zeit als Regierungssprecher: wie häufig die Ministerpräsidentin im Parlament unterwegs war, um mit Abgeordneten, dem Gesetzgeber, zu sprechen und sie zu überzeugen, dass das, was wir vorhaben, richtig ist. Diese persönliche Ebene herzustellen, das wird für meine Begriffe die größte Herausforderung. Und was ich auch gelernt habe in drei Koalitionsregierungen, bei denen ich dabei sein durfte, ist ...
Matthias: Absolut.
Thorsten: ... dass die interne Kommunikation heutzutage einen viel höheren Stellenwert hat als die externe Kommunikation. Sprich, ich muss viel stärker erst nach innen wirken, bevor ich nach außen wirken kann. Und das ist ja auch Psychologie, die verkauft: Ich muss erst einmal mit meinen eigenen Leuten klarkommen, bevor ich überhaupt nach außen gehe. Das wird sehr viel Zeit kosten, und gleichzeitig muss man es hinkriegen, in Paris und in Warschau, dem Weimarer Dreieck, dort präsent zu sein, dann aber gleichzeitig auch der deutschen Bevölkerung zu zeigen: Ich bin in der Lage, dieses Land zu führen. Das ist eine Mammutaufgabe.
Matthias: Das auf jeden Fall. Das werden spannende vier Jahre, das sagen ja alle Politiker, die entscheidenden vier Jahre. Ansonsten haben wir hier auf jeden Fall ganz andere Herausforderungen, und ich bin äußerst gespannt. Wenn du jetzt jemanden berätst – es kommt jetzt jemand, vielleicht ein Manager im Unternehmen, Konzern, sagen wir mittleres Management, ich mein, wir beide beraten natürlich auch bis ganz nach oben, aber ein ganz normaler mittlerer Manager, eine Managerin, möchte jetzt ihre Karriere voranbringen und weiß, dass noch drei andere Kandidaten dabei sind – wie gehst du da vor?
Thorsten: Reden, reden, reden. Es hat mal jemand dieser Tage zu mir gesagt: Dann packen wir die schärfste Waffe aus, die wir haben – wir kommunizieren.
Matthias: Jetzt ist immer die Frage, wie kommunizieren wir, und wie kommunizieren wir nicht, Thorsten?
Thorsten: Ja, Spaß beiseite. Was es braucht, ist eine größtmögliche Einstimmigkeit, dass das, was jetzt zu tun ist für dieses Land, auch gut ist, ohne Störfeuer aus den eigenen Reihen zu haben. Das bedeutet, ich muss in den eigenen Reihen möglichst viele Verbündete haben, die auch meine Idee weitertragen. Das haben wir ja in den ersten Stunden der neuen Bundesregierung gesehen: Der neue Innenminister sendet direkt Signale an die Grenzen der Bundesrepublik. Natürlich wird das europäisch kritisch gesehen, ich halte das aber für die einzige Möglichkeit, dieses Land noch mal einigermaßen in den Griff zu bekommen, was für meine Begriffe völlig aus den Fugen geraten ist. Wir brauchen hier noch mal Ordnung, das ist die gute alte Ordnungspolitik, die zu machen ist. Und davon bin ich überzeugt, dass Friedrich Merz dafür steht, das durchzusetzen, möglichst viele Verbündete zu finden. Der Job, der jetzt hinter den Kulissen zu tun ist, ist, immer wieder genau diese Multiplikatoren und Verbündeten zu finden, die diese Idee mittragen. Der Haken daran: Wir haben keine Zeit, die Uhr tickt. Gestern hätten wir die Lösung gebraucht, vielleicht auch schon vor zehn Jahren.
Matthias: Gestern hätten wir eine Lösung gebraucht, genau.
Thorsten: Aber hilft ja nichts, wir müssen mit dem Status quo jetzt auskommen und klarkommen. Von Saarbrücken nach Berlin aus der Ferne betrachtet: Reden, reden, reden. Mehrheiten finden, Mehrheiten organisieren. Also all das, was im Politikbetrieb hinter den Kulissen täglich gang und gäbe ist, das jetzt zu tun und dafür zu sorgen, dass wir dieses Land wieder auf Vordermann bringen.
Matthias: Ja, absolut, wichtig eben auch – du hast gesagt, reden, reden, reden, dann sagen Leute, ja, aber wie soll ich das bei mir im Unternehmen machen, was soll ich machen, was soll ich nicht machen. Die SPD hat unter anderem auch verloren, weil zu wenig erklärt worden ist. Und ich sage immer wieder, es gibt so Kernbotschaften, auch in der Verkaufspsychologie, und die musst du immer und immer und immer wieder bringen. Ich sage allen Leuten x-mal: Menschen kaufen von Menschen. Dann verstehen die, die KI kann mich unterstützen, natürlich kann die das machen, aber im Endeffekt kauft der Mensch mein Produkt. Und was du am Anfang gesagt hast, war extrem wichtig, ist aber ein bisschen untergegangen, ich muss es noch mal rausholen: das Thema Emotionen. Ja, erstmal für euch da draußen: Trennt die Sache von der Person. Und das, was mit Merz passiert ist, da ist beides verschmolzen. Und vielleicht war es ja sogar ein Klingbeil-Problem, vielleicht waren es Esken-Freunde, die einem noch mal was mitgegeben haben, ein paar hier, ein paar da, und kumuliert ging es dann halt nach hinten los.
Thorsten: Ja, Matthias, es ist ja erstaunlich, dass bei der Wahl des SPD-Fraktionsvorsitzenden 18 Stimmen gefehlt haben. Komischerweise sind es auch 18 Stimmen, die bei Merz gefehlt haben. Ob es da einen Zusammenhang gibt, wissen wir nicht.
Matthias: Du weißt doch, Thorsten, diese Zufälle, kann alles mal passieren am Ende des Tages. Und das Problem ist ja nicht, wenn ihr eine Person habt, die vielleicht nicht auf eurer Seite ist, aber das kann sich ganz schnell kumulieren. Und es ist wichtig, dass ihr eine sehr klare Sprache habt und sehr klare Botschaften, die müssen sich einbrennen, jeden Tag. Und ich weiß von meinen Klientinnen, dass ihnen das immer ein bisschen schwerfällt, weil sie sagen, na ja, aber das weiß doch jeder, das ist doch total logisch – und ich sage: Ja, dir und mir, aber du musst andere Menschen jeden Tag, ich sag das jetzt mal bewusst überspitzt, bearbeiten mit den gleichen Botschaften, damit sie sie verstehen. Punkt.
Thorsten: Es gibt ja diesen Spruch, dass der Politiker immer das gleiche Zeug redet und im Zweifel nicht mehr weiß, was er gestern gesagt hat. Ich würde das ein bisschen einordnen: Das, was du sagst, ist ja richtig, es muss erst einmal jeder die Botschaft verstehen, die ich ausstrahlen will. Das bedeutet, dass ich überall, wo ich hinkomme, natürlich das Gleiche erzählen muss. Das macht ja eine Marke auch, die Marke VW ändert ja auch nicht das Logo und den Außenauftritt, nur weil sie jetzt nicht mehr in Wolfsburg firmieren, sondern woanders einen Standort haben. Die Marke bleibt gleich. Also muss ich für das, wofür ich einstehe, auch die Stimme erheben. Deshalb redet ein Politiker natürlich immer das Gleiche, zumindest sinngemäß. Das kommt dann aber falsch rüber, das wird falsch wahrgenommen, was man durchaus nachvollziehen kann, aber es ist üblich, es ist ein normaler Vorgang. Genau das würde ich auch jedem Einzelnen raten: Erzähle das, was du vorhast, jedem so lange, bis er es verstanden hat. Und wenn es sich wiederholt, dann wiederholt es sich – aber ein Mensch lernt durch Wiederholung.
Matthias: In einfacher Sprache. Genau, und vergesst die Emotionen nicht, es muss die Menschen emotional mitnehmen, erzählt auch das wieder – Storytelling, Psychologie die verkauft. Und aus dem Verhandeln heraus: Person und Sache voneinander trennen. Habt ihr die zusammen, kann es problematisch werden. Trennt sie voneinander.
Thorsten: Das können wir an der Kanzlerschaft, die jetzt ausgeschieden ist, ganz gut erkennen. Was konnte er nach außen am besten? Schweigen. Und in dem Moment, in dem ich nicht mehr in der Lage bin, dort draußen jemandem etwas zu erklären, verliere ich den Kontakt. Ich habe an der Europa-Universität Flensburg promoviert, mein Doktorvater, ein Soziologe, er sei von hier herzlich gegrüßt, Professor Bauer, hat mir den Hinweis gegeben: Beschäftigen Sie sich mal mit der Resonanztheorie von Hartmut Rosa. Ich fasse das mal zusammen – das Buch ist 800 Seiten stark, steht irgendwo da hinten im Regal –, die Quintessenz von allem ist: Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Austausch, nach Resonanz. Und jeden Menschen, der diese Resonanz nicht bekommt, den verlieren wir. Hartmut Rosa beschreibt die Resonanz wie einen vibrierenden Draht: Solange der Draht zwischen uns beiden vibriert, ist alles in Ordnung. Sobald der Draht abgeschnitten wird, haben wir ein Problem. Und in dem Moment, in dem ich als Kanzler, als Führungskraft, nicht mehr in der Lage bin zu erklären, was wichtig ist, verliere ich die Menschen. Wir können mit dieser Resonanztheorie auch ganz gut das Phänomen der AfD beschreiben, weil genau das passiert ist: Die Menschen, die dort organisiert sind, das sind ja nicht alles Dumpfbacken ...
Matthias: Mhm.
Thorsten: ... sondern die haben berechtigte Fragen. Und für diese Fragen gab es entweder keine Antwort, oder – und jetzt kommt es – eine zu komplexe Antwort, die sie nicht verstehen. Und in dem Moment verliere ich sie. Ich hatte in meiner Doktorarbeit verschiedene Interviewpartner, vom Verfassungsrichter über den Justizminister, den KI-Professor bis hin zu acht Regierungssprechern. Und einer dieser Regierungssprecher hat mir damals gesagt: Heute müssen wir mehr denn je Erklärbär sein. Und diesen Erklärbär finde ich in der deutschen Politik nur noch viel zu selten. Ich kann das auch nachvollziehen, ich will keine Politikerschelte betreiben, weil der Job, den die machen, ist nicht so einfach. Die haben im Tagesgeschäft so viel zu tun, dass auch noch ans Erklären zu denken für die, die das auf Bild-Zeitungs-Niveau verstehen können müssen, nicht einfach ist.
Matthias: Das Ding ist, die Bild-Zeitung ist so erfolgreich, weil sie einfach kommuniziert. Jetzt werden andere sagen, aber die schreiben auch Unwahrheiten, da will ich gar nicht drauf eingehen – sie sind sehr einfach in der Redensart. Und deswegen, die meisten Menschen können halt einfach reden oder einfach verstehen, ob intellektuell oder nicht intellektuell, wir verstehen alle einfache Sprache. Und noch wichtiger: Im Jahr 2013 gab es mal eine Erhebung, und 16 Prozent der über 18-Jährigen in Deutschland haben ein Leseverständnis eines Zehnjährigen. Das ist extrem wichtig – über 18 Jahre, acht Jahre zurück in der Leseverständnisentwicklung. Und die hole ich nicht ab mit schwieriger Sprache.
Thorsten: Es gibt dazu sogar eine Methode, wie man Komplexität reduziert. Diese Methode heißt Küchenruf, sie kommt aus dem Journalismus, habe ich beim Boulevard gelernt, ich war in München bei der Abendzeitung. Wie macht man Überschriften? Die Überschrift muss jeder sofort verstehen können. Und der Küchenruf funktioniert ungefähr so: Du liegst auf der Couch und guckst dir die Tagesschau an, deine Frau steht in der Küche und kocht dir wie jeden Abend das Abendessen. Du guckst die Tagesschau, und dort läuft die Meldung: Der 1. FC Saarbrücken hat in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München mit 2:1 gewonnen, das Siegtor erzielte ein Saarbrücker Stürmer in der 96. Minute, vor ausverkauftem Stadion. Jetzt kommt die Frage: Matthias, was rufst du deiner Frau zu?
Matthias: Bist du überhaupt Fußballfan?
Thorsten: Schatz, hast du gehört – der 1. FC Saarbrücken hat in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals ... Nein, das rufst du nicht, sondern du rufst was?
Matthias: Saarbrücken hat gewonnen! Oder: Bayer ist Meister geworden, wir sind Meister!
Thorsten: Genau, damit reduziere ich die Komplexität mit diesem Küchenruf. So lassen sich Botschaften formulieren, das ist auch das, was ich mit Politikern und auch mit Unternehmern und Führungskräften jeden Tag übe: Wie formuliere ich eine Botschaft, die jeder versteht? Die Bild macht das in Perfektion.
Matthias: Absolut, absolut. Und auch dieses „Yes, we can“ – diese drei Wörter, so heißt es bei mir auch: Psychologie, die verkauft. Punkt. Wenn ich neulich darauf angesprochen wurde, du machst doch Psychologie, die verkauft – und ich denke, ja, aber so lange gibt es diesen Namen noch gar nicht – aber der ist eingebrannt. Punkt.
Thorsten: Wir sind ja gerade in der Phase, dass im Vatikan schwarzer Rauch emporsteigt. Die berühmteste Schlagzeile Deutschlands 2005 ist „Wir sind Papst“. Der Erfinder von „Wir sind Papst“ ist Georg Streiter gewesen – gewesen, weil er vor einem Jahr verstorben ist. Drei Monate vor seinem Tod habe ich ihn in Berlin noch besucht, und in seinem Wohnzimmer hängt ein übermannsgroßes Plakat der Titelseite, Bild „Wir sind Papst“. Dafür haben sie mehrere Preise gewonnen. Und ich habe Georg damals noch gefragt, wie das damals war – ich stelle mir vor, er sitzt in so einem großen Raum, dann kommt der weiße Rauch, und dann überlegt er, wie könnte die Schlagzeile sein. Und da hat er gesagt: Thorsten, der Küchenruf. Ich saß vorm Fernseher, hab gequalmt wie immer – das war übrigens einer der Wenigen, die im Kanzleramt rauchen durften, als er dort stellvertretender Regierungssprecher unter Merkel war. Ich saß am Schreibtisch, hab gequalmt, da stieg dieser weiße Rauch im Vatikan empor, und dann hab ich gerufen: Männer, wir müssen was schaffen, wir sind Papst! Das ist der Küchenruf.
Matthias: Ja, und das versteht jeder. Und wir kommunizieren immer noch, auch im täglichen Geschäft, zu komplex, zu kompliziert. Und selbst wenn wir auf einem Level sind, wo alle uns – ich bin ja aus der Beratung, über sieben Jahre internationale Unternehmensberatung gemacht – ganz ehrlich, was ist hängen geblieben, auch bei den eigenen Leuten? Die einfachen Botschaften. Weil wir haben so viel, wir sind ja nicht die Einzigen, die Botschaften senden, da kommen ganz viele, die einem dies und das und jenes zustimmen wollen. Das muss einfach sein, es muss sich einbrennen, auch fürs Personal Branding, extrem wichtig. Ich hatte ja mal diesen „Pink Elephant Coach“-Spitznamen, wurde ich heute noch drauf angesprochen: Du bist doch der Pink Elephant Coach. Ja, ganz tot ist es nicht, aber trotzdem spannend, wie sich so etwas verbreitet.
Thorsten: Normalerweise müsste Friedrich Merz jetzt jeden Tag eine Pressekonferenz halten und erklären, was er gerade tut. Der Haken daran ist – es gibt so ein kleines Reklameheft, das heißt „Kavalleriepferde beim Hornsignal“: Sobald das Hornsignal ertönt, rennen die Pferde los, wer hält die auf? Niemand. Und bei jeder Pressekonferenz wird es Halbsätze geben, und diese Halbsätze wird die Opposition ausschlachten, oder die eigenen Leute, oder der Koalitionspartner, und dort draußen wird Skandal gestrickt. Das heißt, etwas zu erklären ist gar nicht mehr so einfach. Also, in der Haut des jetzigen Kanzlers möchte ich selbst nicht stecken, weil das, was der jetzt alles erklären muss, was in diesem Land schieflauft, das wird nicht einfach. Und sobald der auf den eigenen Knopf drückt, kommen irgendwelche hochgeschossen und schreien Skandal, Skandal, Skandal.
Matthias: Man hat ja auch schon im Mittelalter den Überbringer der schlechten Nachricht bestraft, ist ja auch nicht gerade schön. Dennoch, Kommunikation in diesem Land ist etwas, das wir wieder lernen müssen, finde ich manchmal.
Thorsten: Das müssen wir wieder lernen, und wir müssen auch wieder lernen, erstens den Verstand zu benutzen und das Gehirn einzuschalten, und zweitens und drittens vielleicht ein Stück weit mehr Entspanntheit wieder reinzukriegen, weil so kann es nicht weitergehen. Diese Aufmerksamkeitsspanne, diese Aufmerksamkeitsökonomie, die in den letzten Jahren entstanden ist – das merken wir, das tut unserem Land nicht gut, das tut auch unseren Kindern nicht gut, wenn die jeden Tag irgendwelche Horrornachrichten über Deutschland erfahren, weil sie das im Radio aufgeschnappt haben, im Fernsehen aufgeschnappt haben, oder weil irgendjemand ihnen das über YouTube und TikTok erklärt, dass dieses Land den Bach runtergeht.
Matthias: Reichinnek – ohne sie wären die Linken tot gewesen. Hätten die nicht drei Direktmandate bekommen, ich weiß gar nicht genau, wie viele, wären sie weg gewesen. Reichinnek hat, aufgrund der Tatsache, dass Merz mit der AfD, die AfD mit Merz gestimmt hat im alten Bundestag, innerhalb weniger Wochen vier, fünf Prozent dazugewonnen und die gesamte junge Generation mehr oder weniger mobilisiert mit sehr einfachen Nachrichten. Wir mögen darüber denken, wie wir wollen, wir gucken uns das nur kommunikationstechnisch an – da hat sie einer ganzen Partei das Überleben gerettet.
Thorsten: Das waren ja nicht nur einfache Nachrichten, die waren völlig ohne Substanz. Das macht das Ganze noch verrückter, noch wirrer. Das geht in die gleiche Richtung wie das, was ich zu Beginn gesagt habe: Wie ist der Zustand unserer Demokratie, wenn ich mit fünf TikTok-Videos eine ganze Nation umstimmen kann? Das halte ich für sehr gefährlich. Das zeigt uns, dass das Führerprinzip immer noch funktioniert.
Matthias: Absolut. Wir kommen zum Ende, weil ich habe eigentlich 30 Minuten versprochen. Liebe Zuhörerinnen, liebe Zuschauer – das wird ja jetzt auch im Podcast hochgeladen und bei YouTube. Nehmen wir trotzdem mal ein paar Sachen für dich mit, wie du besser kommunizieren kannst. Als Erstes, was du gesagt hast, Thorsten: Emotionen kontrollieren, deine eigenen und die der anderen. Einfach kommunizieren, Küchenruf, klare Botschaften. Was haben wir noch?
Thorsten: Ein klares Ziel: Was will ich mit dieser Kommunikation auslösen? Wozu gehe ich überhaupt in eine Kommunikation rein, weshalb rede ich mit jemandem, weshalb gehe ich vor ein Mikrofon, vor eine Kamera – was ist das eigentliche Ziel dieser Maßnahme, wozu brauche ich das? Und ganz wichtig: Wen will ich damit ansprechen? Das erlebe ich auch jeden Tag in verschiedenen Unternehmen oder Konstellationen – der 16-Jährige braucht heutzutage eine andere Ansprache als der 60-Jährige, und dort muss ich in der Tat andere Triggerpunkte treffen, um zum Erfolg zu kommen.
Matthias: Genau, und Motivkompass – ich arbeite damit natürlich auch bei Psychologie, die verkauft, denn wenn wir eine Zielgruppe haben, haben wir noch lange nicht für die, mit denen wir wirklich zusammenarbeiten wollen, die richtige Ansprache. Lieber Thorsten, ich danke dir für deine sehr, sehr, sehr kostbare Zeit, und ich freue mich jetzt schon – wir machen mal ein bisschen Werbung. Wir sind jetzt am 8. Mai 2025, und im Juli gibt es eine Veranstaltung. Erzähl doch mal kurz, da sind noch ein paar Tickets frei.
Thorsten: Sehr gerne, es sind nur noch wenige Tickets frei. Die Veranstaltung heißt New Waves Saar. Wir gehen auf ein Schiff hier in Saarbrücken auf der Saar, auf dem Fluss, und dort bringe ich 40 Unternehmer und Top-Führungskräfte aus der Region zusammen. Wir beschäftigen uns einen Tag lang mit der Fragestellung: Wie führe ich heutzutage Mitarbeiter? Ich habe dafür vier Top-Speaker verpflichten können, einer davon sitzt gerade heute mit mir hier an einem Mikrofon. Ich freue mich sehr, dass du aus Solingen zu uns nach Saarbrücken kommen wirst. Was ich schon mal versprechen kann: Wir werden den Abend auskosten, ich habe für abends noch einen DJ organisiert an Bord, und wir werden eine coole Atmosphäre haben. Hier in der Region trinken wir keinen Sekt, sondern Crémant, und es gibt auch ein eigens gebrautes Bier für genau diese Veranstaltung. Du kannst dich also auf einen entspannten Feierabend freuen. Es sind in der Tat noch fünf von 40 Tickets frei.
Matthias: Dann schnell bei Thorsten melden, die ganzen Kontaktdaten packe ich natürlich auch in die Shownotes, in die Beschreibung. Ansonsten bleibt mir jetzt leider nichts anderes übrig, als dich zu verabschieden – und an alle anderen da draußen: Habt einen schönen Tag. Und diese Tipps, die wir euch gegeben haben, nehmt sie euch zu Herzen. Wir haben genug Erfahrung mit politischer und nicht-politischer Kommunikation und Wissen – es gibt ein paar Dinge, die könnt ihr euch sparen, wenn ihr die Dinge, die wir gerade genannt haben, auch macht. In dem Sinne: Habt's gut, einen schönen Tag.
Thorsten: Vielen Dank!