Neuroprofiling (2/5): Mit Donald Trump erfolgreich Deals machen
Wie verkaufst du an Donald Trump? Matthias zeigt den roten Typ im Motivkompass – Durchsetzung, Einfluss, und wie du ihn wirklich ansprichst.
MarketingVerkaufspsychologieKommunikation
Es geht nicht um Nummer 1,5 oder 2 – nur um die Nummer eins.
Shownotes
Darum geht's
Wie verkaufst du an Donald Trump? Matthias nimmt den roten Bereich des Motivkompasses von Dirk Eilert unter die Lupe: Durchsetzung und Einfluss, angetrieben von Testosteron. Wer diesen Typ als Zielgruppe hat, braucht eine ganz andere Sprache, Bildwelt und Ansprache als sonst – hart, schnell, kompromisslos.
So sprichst du den roten Typ an
- Hin-zu-Motivation – immer Richtung Ziel, nie „ich schütze dich vor …“.
- Kontrolle und Auswahl – gib zwei bis drei Optionen statt nur einem Paket.
- Verknappung und Wettbewerb – „nur noch X Plätze“, „sei die Nummer eins“.
- Bildsprache – objektbezogen, edel, kraftvoll: G-Klasse, Rot und Schwarz, Auszeichnungen statt Kuschelbilder.
- Sprachmuster – Nutzenbrücken wie „das bringt dir“, „das maximiert deinen ROI“.
Kapitelübersicht
- 00:00 – Verkauf doch mal was Donald Trump
- 02:24 – Wettbewerb, Ergebnisse und die Nummer eins
- 04:47 – Sprachmuster: Hin-zu-Nutzenbrücken
- 06:25 – Bildsprache: Autos, Farben, Auszeichnungen
- 08:43 – Zusammenfassung: Das rote Motivfeld
Transkript der Folge
Automatisch transkribiert und redaktionell überarbeitet. Kann vom gesprochenen Wort abweichen.
Verkauf doch mal was Donald Trump. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Psychologie, die verkauft, mit mir, Matthias Bullmahn. Bam statt Blabla. Ich wünsche dir eine geile Woche. Du sitzt jetzt gerade im Auto und denkst dir: Montagmorgen, ich hab so keinen Bock auf die blöde Woche. Keine Sorge, sie fängt ja mit mir an. Von daher: Hör gut hin, und in den nächsten zehn Minuten werde ich dir einmal erklären, wie du Donald Trump etwas verkaufen kannst.
Letzte Woche, erinnerst du dich: Motivkompass von Dirk Eilert und Dr. Dr. Damian Del Monte. Heute schauen wir uns mal den roten Bereich an, den haben wir da vorne: Durchsetzung und Einfluss. Dahinter liegt natürlich das wunderbare Hormon Testosteron. Ja, Gas geben. Also, kurz zur Einordnung: Wir reden über Donald Trump. Wenn du also den roten Typen als Zielgruppe hast, immer an Donald Trump denken.
Wir denken gerne auch an die Bauligs und an ähnliche prägnante, durchsetzungsstarke Marken – alles rote Typen in verschiedener Ausprägung. Donald Trump macht es aber am besten, ist meine Meinung. Erstens, ganz oben: Aktion, Hin-zu-Motivation. Es geht immer darum, jemanden zu mehr zu bringen, nicht mit Sachen kommen wie „Ich schütze dich vor …“, „Mi-mi-mi“, lass es sein – immer hin zu, Nummer eins. Nummer zwei: Kontrolle, siehst du auch auf dem Motivkompass. Es geht darum, dass diese Person die Kontrolle hat. Diese Person ist für sich die Wichtigste: Was denke ich darüber? Was habe ich davon? Ja, ich will einen geilen Deal machen.
Und ganz wichtig natürlich: objektbezogene Bildsprache. Menschen sind hier im Hintergrund, absolut. Und jetzt, in den nächsten zehn Minuten, erzähle ich dir noch ein bisschen mehr über Bildsprache, über Adjektive, über Wortwahl. Und dann weißt du Bescheid, wie du deinen roten Typen noch geiler ansprechen kannst, als du es sicherlich schon machst.
Also, fangen wir an mit dem allgemeinen Teil. Erstens: Es ist ein hartes Marketing. Verknappung, klare, direkte Ansprache: „Wir haben nur noch zehn Pakete übrig. Wenn du jetzt nicht zugreifst, bist du die Nummer zwei.“ Aber da bist du jetzt schon, du willst die Nummer eins werden. Jetzt hier buchen, bumms, Sache durch. Thema Wettbewerb, Konkurrenz: Du willst der Erste sein, alles andere ist der zweite Platz.
Du willst der Erste sein, willst dich verbessern, schnelle Umsetzung – „What's in it for me?“, direkt, schnell. Also auch wieder aus einer der ersten Folgen: Was sind die drei Grundmotive jedes Menschen? Hier noch härter: Ergebnisse zählen, Wirkung, sich durchsetzen. Du bist die Nummer eins – ich kann es nur wiederholen, die Nummer eins. Es geht nicht um Nummer 1,5 oder 2, nur um die Nummer eins.
Wichtig ist, wie gesagt: Dieser Typ fragt sich auch: Was habe ich davon? Was sind meine Benefits? Und ich bin ja die Nummer eins, das heißt, ich kann auch auswählen. Also überlasse dieser Person die Auswahl: Gib ihr nicht nur ein Paket, gib ihr zwei bis drei Möglichkeiten, damit sie auswählen kann. Alle sind aber dazu da, dass sie die Nummer eins wird. Dann: Fokus auf Ergebnisse und Benefits, Schnelligkeit.
Schnelligkeit: morgen die Nummer eins. Der Markt dreht sich, KI dreht die ganze Welt um, andere Leute sind vor dir, die gestern noch auf Platz hundert waren. Du musst wieder die Nummer eins werden – hier wirst du's. Und ganz wichtig, immer dran denken: immer die Hin-zu-Motivation. Wir wollen immer besser werden, ein Ziel erreichen. Und das heißt nicht: „Ich möchte gerne beschützt werden, ich will nicht das, ich will nicht dies, mi-mi-mi“ – nein, hin zu, bäm bäm statt blabla.
Und wenn du das jetzt hörst und dir denkst: Hm, dieser ganze Podcast von Matthias ist locker-flockig, aber auch bäm bäm, was hat er denn da – ja, meine Zielgruppe sind die Rot-Gelben. Die Gelben sind hinterlegt mit Dopamin, dahinter steckt der Chef-Animateur. Das wird aber erst in ein, zwei, drei Wochen ein Thema, weil wir nächste Woche den blauen Typen nehmen: Ordnung, Stabilität.
Jetzt geht's weiter mit dem psychologischen Triggern. Wie kann ich diese Menschen triggern? Durch Status. Durch Geld, den hohen Status, noch mehr Geld. Durch Leistung, besser sein. Und natürlich das Thema höher, schneller, weiter. Guckt euch mal Werbung von den Bauligs an – gerade die Bauligs, auch bei LinkedIn, Grüße gehen raus – die machen das extrem gut. Und ich weiß, da draußen gibt es ganz viele, die sie mögen, und ganz viele, die sie nicht mögen. Gucken wir uns das einfach verkaufspsychologisch an: Sie machen einfach einen Top-Job.
Ansonsten wärst du kein Vorreiter in deiner Branche – Grüße gehen raus nach Koblenz. Und nein, ich bin kein Kunde von ihnen gewesen, kenne aber Kunden, die mir einiges erzählt haben. Die Sprachmuster, die dahinterliegen: Sprich immer davon, wie gesagt, hin zu, was gewonnen und erreicht wird. Einbeziehung der erwünschten Situation und Dinge, natürlich. Also: „Mit mir, mit diesem Programm, wirst du die Nummer eins in deiner Branche – durch verschiedene Dinge, die wir durchlaufen. Du wirst definitiv demnächst in einer Villa in Costa Calma leben, oder auf Malle, oder auf Ibiza, oder wo auch immer.“
Es geht immer: machen, loslegen, erledigen, nicht warten, nicht zögern – alles andere ist für die Bullshit. Und es ist natürlich jetzt der richtige Zeitpunkt. Und je schneller du damit beginnst, desto früher wirst du nicht mehr arbeiten müssen, und nur noch die anderen werden für dich arbeiten, damit du passives Einkommen hast – 30.000 Euro pro Sekunde. Und natürlich legen wir jetzt gleich los, wozu denn auch warten? Denn du kannst jederzeit die Nummer eins werden. Warum wolltest du es bis jetzt nicht? Weil wir uns nicht kannten. Jetzt hast du die Chance dazu. Also lass uns loslegen.
Bildsprache, generell: Sie muss wirkungsvoll sein, muss sehr umsetzungsstark sein, sie muss abgrenzend sein. Wir sind hier nicht im Schwammigbereich, es ist eine ganz klare Abgrenzung. Fokussiert auf den Erfolg, aufs Weiterkommen und aufs Erfolgreichsein.
Bilder, die wir da natürlich auch wählen können: Autos. Aber jetzt bitte kein Dacia oder irgendein normaler VW Golf – sorry, das sind sicherlich gute, vernünftige Autos, auch für verschiedene Anwendungen, aber nicht für diese Zielgruppe. Außer natürlich, ein Golf oder ein Dacia ist von AMG getunt, das ist was anderes. Und da sind wir auch beim Thema G-Klasse, AMG, schwarz, mit fetten Boxen drin.
Wir brauchen Häuser, wir brauchen Feuer und Explosionen. Schwarz und Rot sind die Farben, die bei dieser Zielgruppe extrem gut funktionieren. Auszeichnungen: Was habe ich zum Beispiel für Auszeichnungen? Ich bin einer der wenigen in Deutschland, die sowohl vom Ex-Direktor des FBI für Krisen- und Geiselverhandlungen als auch von der ehemaligen Direktorin von Scotland Yard ausgebildet worden sind. Solche Sachen kommen da rein. Oder zum Beispiel, dass ich TÜV-zertifiziert bin. Oder dass ich mit Leuten gearbeitet habe, die mit Menschen von Netflix zusammengearbeitet haben, die erfolgreiche Bücher geschrieben haben. Oder dass ich in meinen Branchen von den Besten ausgebildet worden bin – Storytelling, Verkaufspsychologie, Verhandlungen. Solche Dinge kommen dann rein.
Aber nur Dinge, die extrem edel sind und auch Bumms haben. Wenn ihr irgendwann mal auf dem Land ein Jodeldiplom gemacht habt – ist eine geile Sache, ist sicherlich lustig, hat hier aber überhaupt keine Relevanz. Dann Bildsprache: auch Kraftmuskeln, wo fette Gewichte gestemmt werden. Also gerade für diejenigen im Bereich Ernährung, Gewichtsaufbau, Leistungssport, Kraft – und ohne Rolex keine Competition.
Also die auch gerne zeigen: sehr klare, sehr prägnante, erfolgreiche Bilder. Und wichtig ist natürlich auch – wir waren bei den Hin-zu-Nutzenbrücken: das bringt dir, das erhöht, das sorgt für, das ermöglicht dir, das steigert, das maximiert deinen ROI oder was auch immer – das ist das rote Motivfeld. Rot und Schwarz, wie gesagt, sind bei diesen Zielgruppen sehr beliebt, oder auch Gold, also edle Dinge. Löwen, Tiger, auch bei der Bildsprache fällt mir gerade noch ein.
Und ansonsten, wir sind bei neuneinhalb Minuten, ich bleib wieder unter den zehn Minuten – das ist die zweite Aufnahme übrigens, die erste war auch extrem geil, nur ohne Ton. Vielleicht ein bisschen spät heute, siehst du auch an den Klamotten. Ich wünsche dir eine richtig geile Woche. Es ist morgens früh, sechs Uhr, und du gehst schon fett gebämbämmt in die Woche. Wie geil ist das bitte? Hab eine coole Woche. Und wenn du irgendwelche Fragen hast, du weißt, wo du mich findest.