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Newsjacking

Newsjacking: Aus der Schlagzeile von heute Dein Thema machen

Die Nachricht liefert die Aufmerksamkeit. Du lieferst die Einordnung, die sonst niemand gibt.

Auf den Punkt: Newsjacking nutzt eine aktuelle Schlagzeile als Einstieg in ein eigenes Fachthema. Es funktioniert, weil die Aufmerksamkeit bereits da ist. Entscheidend sind Tempo, eine saubere Brücke zum Fachthema und der Verzicht auf Parteinahme.

Eine Schlagzeile hat, was Dein Fachbeitrag nicht hat: Menschen denken bereits darüber nach. Diese Aufmerksamkeit kannst Du nicht erzeugen, aber Du kannst sie nutzen.

Der Unterschied zwischen wirksamem Newsjacking und Trittbrettfahren liegt in einer Frage: Kannst Du etwas erklären, das die Nachricht selbst nicht erklärt? Wenn ja, hast Du einen Beitrag. Wenn nein, hast Du nur eine Meinung mehr im Feed.

Was Newsjacking ist

Newsjacking ist kein Kommentieren. Es ist Einordnen. Die Nachricht ist der Aufhänger, das Muster dahinter ist Dein Inhalt.

Beispiel: Ein Konzern meldet den Abbau von Zehntausenden Stellen. Die Nachricht ist die Zahl. Dein Thema ist, wie diese Zahl als Anker wirkt, bevor überhaupt verhandelt wird. Die Mechanik dahinter steht unter Ankereffekt.

Warum es funktioniert

  • Die Aufmerksamkeit ist bereits vorhanden und muss nicht erzeugt werden.
  • Aktuelle Begriffe werden gesucht und bringen zusätzliche Sichtbarkeit.
  • Der Leser hat bereits eine Meinung, und Widerspruch erzeugt Reaktion.
  • Ein bekanntes Ereignis liefert einen gemeinsamen Bezugspunkt, den kein erfundenes Beispiel hat.

Der Ablauf in fünf Schritten

  1. Scan. Jeden Morgen dieselben Quellen, dieselbe Uhrzeit, maximal fünfzehn Minuten.
  2. Muster erkennen. Welche Mechanik steckt dahinter: Anker, Framing, Timing, Reputation, Verhandlung.
  3. Brücke bauen. Ein Satz, der von der Nachricht zum Leserproblem führt.
  4. Einordnen. Was der Leser daraus für sein eigenes Geschäft mitnimmt.
  5. Veröffentlichen. Am selben oder am nächsten Tag. Später lohnt es sich meistens nicht mehr.

Die Brücke zum Fachthema

Die Brücke ist der Teil, den die meisten überspringen. Ohne sie wirkt der Beitrag wie zwei zusammengeklebte Texte.

Eine tragende Brücke benennt das Muster und wechselt dann die Perspektive: „Das ist derselbe Mechanismus, der in Deinem nächsten Preisgespräch wirkt, nur mit kleineren Zahlen.“ Wie der gesetzte Rahmen die Bewertung steuert, beschreibt das Framing.

Wo die Grenze liegt

Es gibt Themen, bei denen Newsjacking den Absender beschädigt, unabhängig davon, wie gut der Beitrag geschrieben ist:

  • Unglücke, Gewalt, Tod und Krankheit von Einzelpersonen.
  • Laufende Ermittlungen gegen namentlich genannte Menschen.
  • Alles, was eine Betroffenengruppe zum Beispiel macht.
  • Parteipolitische Bekenntnisse, die mit dem eigenen Angebot nichts zu tun haben.

Der Test: Würdest Du den Beitrag der betroffenen Person vorlesen? Wenn nicht, poste ihn nicht.

Beispiele und Aufhänger

SchlagzeilentypMusterDein Thema
Große AbbauzahlAnkereffektWie Zahlen Erwartungen setzen
Rücktritt mit InterviewTimingWann eine Nachricht gesetzt wird
Marken-FehltrittHorn-EffektWie ein Detail alles einfärbt
BehördenposseZweite LesartWarum Empörung selten die ganze Geschichte ist

Häufige Fehler

  • Kommentieren statt einordnen und damit austauschbar bleiben.
  • Die Brücke weglassen, sodass Nachricht und Fachthema nebeneinander stehen.
  • Zu spät posten, wenn das Thema bereits durch ist.
  • Parteinahme, die mit dem eigenen Angebot nichts zu tun hat.
  • Sich an Unglücksfälle hängen und dafür dauerhaft bezahlen.
★★★★★4,7 von 5 Sternen aus über 550 Bewertungen, von Selbstständigen bis zu Fach- und Führungskräften aus Konzernen wie Allianz und Accenture.

Häufige Fragen zum Newsjacking

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Über den Autor

Matthias Christian Bullmahn

Verkaufspsychologie, Storytelling und Verhandlung

Matthias Christian Bullmahn, TÜV-zertifizierter Experte für Verkaufspsychologie
TÜV-zertifizierter Experte für VerkaufspsychologieCEBN®-zertifizierter VerhandlerFBI-Crisis-Negotiation geschultMimikresonanz® & Motivkompass©10.000+ trainierte MenschenCo-Autor Springer Gabler

Matthias Christian Bullmahn unterstützt Coaches, Berater, Agenturen, Selbstständige und KMUs dabei, sich als unverwechselbare Marke zu positionieren, ihre Preise selbstbewusst durchzusetzen und Premium-Wunschkunden zu gewinnen, die bleiben. Seine Überzeugung: Menschen kaufen von Menschen, nicht von Angeboten. Dafür verbindet er wissenschaftlich fundierte Verkaufspsychologie mit Storytelling und Verhandlungstechniken, die in der Praxis wirklich funktionieren.

Matthias Christian Bullmahn ist TÜV-zertifizierter Experte für Verkaufspsychologie, ausgebildet bei Matthias Niggehoff, einem der bekanntesten, auch aus dem Fernsehen bekannten Verkaufspsychologen im deutschsprachigen Raum. Er ist zudem CEBN®-zertifizierter Verhandler, zertifiziert bei Andreas Winheller, und zertifizierter Storytelling-Coach.

Seine ersten Berührungspunkte mit professionellem Verhandeln sammelte er bei Scotwork (weltweit ältester Verhandlungsspezialist, seit 1975). Anschließend bildete er sich konsequent zum Verhandlungsexperten weiter bei Andreas Winheller (ausgebildet am Harvard Program on Negotiation, PON), dessen Ansatz konsequent wissenschaftlich fundiert ist.

In einem gemeinsamen Training von Andreas Winheller und dem ehemaligen FBI-Chefverhandler Gary Noesner wurde er persönlich im FBI-Crisis-Negotiation-Konzept geschult. Sein Wissen vertiefte er in einem Seminar bei Nicky Perfect (ehemalige stellvertretende Leiterin der Hostage & Crisis Negotiation Unit von New Scotland Yard) sowie auf Workshops und Vorträgen auf der Negoticon in Prag. In seiner Laufbahn hat er Verträge mit zweistelligen Millionenbudgets verhandelt.

Storytelling lernte er bei Bernhard Kalhammer und Grimme-Preisträger Uwe von Grafenstein (Programm „Geschichten, die verkaufen“), nach dem Prinzip der Heldenreise, das auch Hollywood und Disney nutzen. Für die motivorientierte Kundenansprache nutzt er den wissenschaftlich fundierten Motivkompass© von Dirk Eilert; bei Eilert ist er zudem in Mimikresonanz® und emTrace® ausgebildet, dem präzisen Lesen von Mimik und Emotionen.

Über 10.000 trainierte Personen aus Konzernen, Behörden, dem Mittelstand und der Selbstständigkeit sowie seine Tätigkeit als Co-Autor des Springer-Gabler-Verlags unterstreichen seine langjährige Praxiserfahrung. In seinem Podcast „psychologie, die verkauft“ vermittelt er praxisnahes Wissen zu Verkaufspsychologie, Storytelling und Verhandlungsführung. Weitere Informationen unter www.matthiasbullmahn.de/presse.

Matthias Christian Bullmahn steht für Interviews, Expertenstatements und Hintergrundgespräche zu den Themen Verkaufspsychologie, Verhandlungsführung und Unternehmenskommunikation zur Verfügung.

Pressekontakt

Matthias Christian Bullmahnpresse@bullmahnconsulting.de+49 162 3786 024www.matthiasbullmahn.de/presse