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KI im Marketing

KI im Marketing: Was sie kann und wo sie Vertrauen kostet

KI schreibt schneller als Du. Sie hat nur nichts erlebt. Genau daran entscheidet sich, wofür Du sie einsetzt.

Auf den Punkt: KI ist stark bei Menge, Struktur und Varianten. Sie ist schwach bei allem, was Haltung, Erlebnis und Risiko braucht. Wer sie für das Erste nutzt und das Zweite selbst schreibt, gewinnt Tempo, ohne die eigene Stimme zu verlieren.

Die Diskussion läuft schief. Sie dreht sich um die Frage, ob KI im Marketing gut oder schlecht ist. Die nützliche Frage lautet: Wofür genau, und wo hört es auf.

Denn die Schwäche ist nicht technisch. Eine KI kann formulieren. Sie kann nur nicht berichten, wie es war, als ein Kunde nach acht Stunden Gespräch nicht gekauft hat.

Was KI wirklich kann

  • Recherche zusammenfassen und Widersprüche sichtbar machen.
  • Rohmaterial ordnen: aus einer Sprachnotiz eine Gliederung machen.
  • Varianten erzeugen: zwanzig Betreffzeilen statt drei.
  • Formate umbauen: aus einer Podcastfolge Newsletter, Post und FAQ.
  • Gegenlesen: Wo ist der Text unklar, wo fehlt ein Beleg.

Das sind alles Aufgaben, bei denen Du die Substanz lieferst und die Maschine die Mechanik übernimmt.

Wo sie Vertrauen kostet

Vertrauen entsteht, wenn jemand erkennbar etwas riskiert: eine klare Meinung, einen zugegebenen Fehler, eine Zahl aus dem eigenen Geschäft. Genau das produziert eine KI nicht von selbst, weil sie auf Mittelwert optimiert.

Das Ergebnis sind Texte, die richtig sind und trotzdem nichts auslösen. Sie könnten von jedem stammen. Und was von jedem stammen könnte, positioniert niemanden. Mehr dazu unter Positionierung.

Woran Leser es merken

Nicht an einzelnen Wörtern, sondern an Mustern:

  • Gleichmäßige Satzlängen ohne Brüche.
  • Aufzählungen mit drei Punkten, immer drei.
  • Abwägungen, die keine Seite wählen.
  • Beispiele, die niemandem passiert sind.
  • Ein Schluss, der zusammenfasst statt zu fordern.

Der schnellste Test: Streiche Deinen Namen und setze einen fremden darunter. Fällt es auf? Wenn nicht, hast Du ein Positionierungsproblem, kein KI-Problem.

Die richtige Arbeitsteilung

AufgabeKIDu
Thema findenVorschläge liefernentscheiden
Hook schreibenVariantendie riskante wählen
Beispiel einbauennichtsalles
Struktur und KapitelRohbaukürzen
Freigabenichtsalles

Kennzeichnung und Recht

Bei erkennbar generierten oder veränderten Bildern und Videos gehört ein Hinweis dazu. Bei Texten, die Du inhaltlich verantwortest und prüfst, ist eine Kennzeichnung nicht üblich, weil die Verantwortung bei Dir liegt und nicht beim Werkzeug.

Unabhängig davon gilt: Zahlen, Zitate und Studien gehören geprüft, bevor sie erscheinen. Eine erfundene Quelle kostet mehr Reputation als jeder Tippfehler. Was danach zu tun wäre, steht unter Reputation retten.

Ein System statt Einzelprompts

Der Unterschied zwischen brauchbar und beliebig liegt im Input. Wer der KI ein Thema gibt, bekommt Allgemeinwissen. Wer ihr eigenes Material gibt, bekommt die eigene Stimme in neuer Form.

Brauchbares Material sind Transkripte Deiner Vorträge, Notizen aus Kundengesprächen, alte Posts mit ihren Zahlen und Deine eigenen Formulierungen. Daraus wird Wiederverwertung statt Erfindung.

Häufige Fehler

  • Themen statt Rohmaterial eingeben und sich über Beliebigkeit wundern.
  • Menge mit Wirkung verwechseln.
  • Zahlen übernehmen, ohne sie zu prüfen.
  • Die eigene Geschichte glattbügeln lassen, bis sie niemandem mehr gehört.
  • Werkzeuge wechseln statt Positionierung klären.
★★★★★4,7 von 5 Sternen aus über 550 Bewertungen, von Selbstständigen bis zu Fach- und Führungskräften aus Konzernen wie Allianz und Accenture.

Häufige Fragen zu KI im Marketing

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Über den Autor

Matthias Christian Bullmahn

Verkaufspsychologie, Storytelling und Verhandlung

Matthias Christian Bullmahn, TÜV-zertifizierter Experte für Verkaufspsychologie
TÜV-zertifizierter Experte für VerkaufspsychologieCEBN®-zertifizierter VerhandlerFBI-Crisis-Negotiation geschultMimikresonanz® & Motivkompass©10.000+ trainierte MenschenCo-Autor Springer Gabler

Matthias Christian Bullmahn unterstützt Coaches, Berater, Agenturen, Selbstständige und KMUs dabei, sich als unverwechselbare Marke zu positionieren, ihre Preise selbstbewusst durchzusetzen und Premium-Wunschkunden zu gewinnen, die bleiben. Seine Überzeugung: Menschen kaufen von Menschen, nicht von Angeboten. Dafür verbindet er wissenschaftlich fundierte Verkaufspsychologie mit Storytelling und Verhandlungstechniken, die in der Praxis wirklich funktionieren.

Matthias Christian Bullmahn ist TÜV-zertifizierter Experte für Verkaufspsychologie, ausgebildet bei Matthias Niggehoff, einem der bekanntesten, auch aus dem Fernsehen bekannten Verkaufspsychologen im deutschsprachigen Raum. Er ist zudem CEBN®-zertifizierter Verhandler, zertifiziert bei Andreas Winheller, und zertifizierter Storytelling-Coach.

Seine ersten Berührungspunkte mit professionellem Verhandeln sammelte er bei Scotwork (weltweit ältester Verhandlungsspezialist, seit 1975). Anschließend bildete er sich konsequent zum Verhandlungsexperten weiter bei Andreas Winheller (ausgebildet am Harvard Program on Negotiation, PON), dessen Ansatz konsequent wissenschaftlich fundiert ist.

In einem gemeinsamen Training von Andreas Winheller und dem ehemaligen FBI-Chefverhandler Gary Noesner wurde er persönlich im FBI-Crisis-Negotiation-Konzept geschult. Sein Wissen vertiefte er in einem Seminar bei Nicky Perfect (ehemalige stellvertretende Leiterin der Hostage & Crisis Negotiation Unit von New Scotland Yard) sowie auf Workshops und Vorträgen auf der Negoticon in Prag. In seiner Laufbahn hat er Verträge mit zweistelligen Millionenbudgets verhandelt.

Storytelling lernte er bei Bernhard Kalhammer und Grimme-Preisträger Uwe von Grafenstein (Programm „Geschichten, die verkaufen“), nach dem Prinzip der Heldenreise, das auch Hollywood und Disney nutzen. Für die motivorientierte Kundenansprache nutzt er den wissenschaftlich fundierten Motivkompass© von Dirk Eilert; bei Eilert ist er zudem in Mimikresonanz® und emTrace® ausgebildet, dem präzisen Lesen von Mimik und Emotionen.

Über 10.000 trainierte Personen aus Konzernen, Behörden, dem Mittelstand und der Selbstständigkeit sowie seine Tätigkeit als Co-Autor des Springer-Gabler-Verlags unterstreichen seine langjährige Praxiserfahrung. In seinem Podcast „psychologie, die verkauft“ vermittelt er praxisnahes Wissen zu Verkaufspsychologie, Storytelling und Verhandlungsführung. Weitere Informationen unter www.matthiasbullmahn.de/presse.

Matthias Christian Bullmahn steht für Interviews, Expertenstatements und Hintergrundgespräche zu den Themen Verkaufspsychologie, Verhandlungsführung und Unternehmenskommunikation zur Verfügung.

Pressekontakt

Matthias Christian Bullmahnpresse@bullmahnconsulting.de+49 162 3786 024www.matthiasbullmahn.de/presse