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Neuroprofiling

Neuroprofiling: Dem richtigen Menschen das Richtige verkaufen

Dasselbe Argument überzeugt den einen und vertreibt den anderen. Der Unterschied liegt im Motiv, nicht im Produkt.

Auf den Punkt: Neuroprofiling ordnet ein, welches Motiv bei Deinem Gegenüber gerade führt: Ergebnis, Anerkennung, Beziehung oder Sicherheit. Wer das erkennt, ändert nicht das Angebot, sondern die Reihenfolge der Argumente. Das ist der Unterschied zwischen Überreden und Überzeugen.

Du erklärst Dein Angebot zum fünften Mal in derselben Woche. Beim dritten Interessenten hat es gezündet, bei den anderen vier nicht. Gleiches Produkt, gleicher Preis, gleicher Text.

Der Unterschied lag nicht im Angebot. Er lag darin, womit Du angefangen hast. Manche Menschen wollen zuerst das Ergebnis hören, andere zuerst wissen, wer sonst noch dabei ist, und wieder andere brauchen die Details, bevor überhaupt etwas anderes zählt.

Was Neuroprofiling ist

Neuroprofiling ist kein Persönlichkeitstest. Es ist eine Einschätzung im Gespräch: Welches Motiv führt bei diesem Menschen in dieser Situation.

Die Grundlage im deutschsprachigen Raum ist der Motivkompass von Dirk Eilert. Er ordnet Motive in vier Felder, die sich sauber gegeneinander abgrenzen lassen. Der ausführliche Vergleich mit anderen Modellen steht unter Motivkompass oder Limbic Map.

Die vier Motivfelder

  • Ergebnis und Durchsetzung. Will Wirkung, Tempo, Kontrolle. Reagiert auf Zahlen und klare Ansagen.
  • Anerkennung und Inspiration. Will Sichtbarkeit, Neues, Begeisterung. Reagiert auf Bilder und Möglichkeiten.
  • Beziehung und Harmonie. Will Vertrauen, Fairness, Gemeinschaft. Reagiert auf Menschen und Verlässlichkeit.
  • Sicherheit und Struktur. Will Nachvollziehbarkeit, Ordnung, Belege. Reagiert auf Systematik und Nachweise.

Woran Du sie erkennst

MotivfeldErste FrageSignal
Ergebnis„Was bringt das konkret?“schnelles Tempo, unterbricht, will zum Punkt
Anerkennung„Wer macht das noch?“erzählt Geschichten, sucht das Besondere
Beziehung„Wie läuft die Zusammenarbeit?“fragt nach Personen, spricht in Wir-Form
Sicherheit„Wie genau läuft das ab?“macht Notizen, fragt nach Schritten und Belegen

Mimik liefert zusätzliche Signale, ist aber schwerer zu lesen und braucht Training. Mehr dazu unter Mimikresonanz.

Die passende Ansprache

Du änderst nicht das Angebot, sondern die Reihenfolge:

  • Ergebnis: Zahl zuerst, Begründung danach, Prozess ganz am Ende oder gar nicht.
  • Anerkennung: Bild zuerst, dann wer sonst dabei ist, dann das Ergebnis.
  • Beziehung: Menschen zuerst, dann Zusammenarbeit, dann Zahlen.
  • Sicherheit: Ablauf zuerst, Belege dazu, Entscheidung am Ende und mit Bedenkzeit.

Wie das in einen vollständigen Gesprächsablauf passt, steht unter Das perfekte Verkaufsgespräch.

Der teuerste Denkfehler

Die meisten verkaufen in ihrem eigenen Motivfeld. Wer selbst ergebnisgetrieben ist, kommt sofort zur Zahl und verliert damit jeden, der zuerst Sicherheit braucht.

Der Test ist unangenehm einfach: Schau Dir Deine Angebotsseite an und frage, welches der vier Felder Du bedienst. Meistens ist es genau eines, nämlich Deines.

Grenzen des Modells

Motivfelder beschreiben eine Situation, keinen Charakter. Derselbe Mensch ist im Einkaufsgespräch sicherheitsorientiert und im eigenen Team ergebnisgetrieben.

Wer daraus Typen macht und sie festschreibt, hat ein Etikett statt einer Einschätzung. Das ist nicht nur unfair, es macht auch die nächste Beobachtung unmöglich, weil Du nur noch Bestätigung suchst.

Häufige Fehler

  • Im eigenen Motivfeld verkaufen und sich über Absagen wundern.
  • Nach einem Signal festlegen statt nach mehreren.
  • Das Motivfeld am Menschen festmachen statt an der Situation.
  • Während des Gesprächs einordnen statt zuzuhören.
  • Alle vier Felder gleichzeitig bedienen und dadurch beliebig werden.
★★★★★4,7 von 5 Sternen aus über 550 Bewertungen, von Selbstständigen bis zu Fach- und Führungskräften aus Konzernen wie Allianz und Accenture.

Häufige Fragen zum Neuroprofiling

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Über den Autor

Matthias Christian Bullmahn

Verkaufspsychologie, Storytelling und Verhandlung

Matthias Christian Bullmahn, TÜV-zertifizierter Experte für Verkaufspsychologie
TÜV-zertifizierter Experte für VerkaufspsychologieCEBN®-zertifizierter VerhandlerFBI-Crisis-Negotiation geschultMimikresonanz® & Motivkompass©10.000+ trainierte MenschenCo-Autor Springer Gabler

Matthias Christian Bullmahn unterstützt Coaches, Berater, Agenturen, Selbstständige und KMUs dabei, sich als unverwechselbare Marke zu positionieren, ihre Preise selbstbewusst durchzusetzen und Premium-Wunschkunden zu gewinnen, die bleiben. Seine Überzeugung: Menschen kaufen von Menschen, nicht von Angeboten. Dafür verbindet er wissenschaftlich fundierte Verkaufspsychologie mit Storytelling und Verhandlungstechniken, die in der Praxis wirklich funktionieren.

Matthias Christian Bullmahn ist TÜV-zertifizierter Experte für Verkaufspsychologie, ausgebildet bei Matthias Niggehoff, einem der bekanntesten, auch aus dem Fernsehen bekannten Verkaufspsychologen im deutschsprachigen Raum. Er ist zudem CEBN®-zertifizierter Verhandler, zertifiziert bei Andreas Winheller, und zertifizierter Storytelling-Coach.

Seine ersten Berührungspunkte mit professionellem Verhandeln sammelte er bei Scotwork (weltweit ältester Verhandlungsspezialist, seit 1975). Anschließend bildete er sich konsequent zum Verhandlungsexperten weiter bei Andreas Winheller (ausgebildet am Harvard Program on Negotiation, PON), dessen Ansatz konsequent wissenschaftlich fundiert ist.

In einem gemeinsamen Training von Andreas Winheller und dem ehemaligen FBI-Chefverhandler Gary Noesner wurde er persönlich im FBI-Crisis-Negotiation-Konzept geschult. Sein Wissen vertiefte er in einem Seminar bei Nicky Perfect (ehemalige stellvertretende Leiterin der Hostage & Crisis Negotiation Unit von New Scotland Yard) sowie auf Workshops und Vorträgen auf der Negoticon in Prag. In seiner Laufbahn hat er Verträge mit zweistelligen Millionenbudgets verhandelt.

Storytelling lernte er bei Bernhard Kalhammer und Grimme-Preisträger Uwe von Grafenstein (Programm „Geschichten, die verkaufen“), nach dem Prinzip der Heldenreise, das auch Hollywood und Disney nutzen. Für die motivorientierte Kundenansprache nutzt er den wissenschaftlich fundierten Motivkompass© von Dirk Eilert; bei Eilert ist er zudem in Mimikresonanz® und emTrace® ausgebildet, dem präzisen Lesen von Mimik und Emotionen.

Über 10.000 trainierte Personen aus Konzernen, Behörden, dem Mittelstand und der Selbstständigkeit sowie seine Tätigkeit als Co-Autor des Springer-Gabler-Verlags unterstreichen seine langjährige Praxiserfahrung. In seinem Podcast „psychologie, die verkauft“ vermittelt er praxisnahes Wissen zu Verkaufspsychologie, Storytelling und Verhandlungsführung. Weitere Informationen unter www.matthiasbullmahn.de/presse.

Matthias Christian Bullmahn steht für Interviews, Expertenstatements und Hintergrundgespräche zu den Themen Verkaufspsychologie, Verhandlungsführung und Unternehmenskommunikation zur Verfügung.

Pressekontakt

Matthias Christian Bullmahnpresse@bullmahnconsulting.de+49 162 3786 024www.matthiasbullmahn.de/presse